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Haftung, Strafen und Imageschäden bei Datenschutzverstößen
Wer haftet bei Datenschutzverstößen?
Sobald personenbezogene Daten nicht rechtmäßig erhoben, verarbeitet oder genutzt werden, kann dies empfindliche Strafen nach sich ziehen und Folgen für die Verantwortlichen und das Unternehmen haben. Unternehmer sind hierbei immer für die Sicherheit ihrer Datenprozesse verantwortlich und haftbar, unter Umständen sogar mit dem Privatvermögen.

Wie hoch könnten mögliche Bußgelder sein?
Eine allgemeine Formel, nach der man das Bußgeld eines Datenschutzverstoßes berechnen könnte, gibt es nicht. Es existiert auch kein Bußgeldkatalog. Hierzu sind die Unternehmen und die zu erwartenden Schäden zu vielfältig und somit hängt die Bewertung immer von vielen individuellen Faktoren ab.

Prinzipiell spielen die gesetzlichen Vorgaben eine große Rolle. Beachtet man diese, handelt nach bestem Wissen und Gewissen und dokumentiert seine Entscheidungen, wird dies positiv berücksichtigt. Hier kommt man oft mit einer kostenneutralen Anmahnung aus. Wird aber beispielsweise bewusst kein Datenschutzbeauftragter bestellt oder man beachtet Vorgaben wissentlich nicht, liegt automatisch ein vorsätzlich in Kauf genommenes Verschulden vor. Hier droht sehr schnell ein Bußgeld in Höhe von bis zu 50.000,00 EUR. Bei einem aktiven Verstoß, der zudem einen wirtschaftlichen Vorteil nach sich zieht, sogar bis zu 300.000,00 EUR und mehr.

Potentieller Imageschaden
Abgesehen vom finanziellen Risiko sollte man eine weitere Komponente nicht außer Acht lassen – den guten Ruf des Unternehmens. Dieser kann aufgrund der Veröffentlichungspflicht, die eine Datenschutzmissachtung nach sich zieht, nachhaltig Schaden nehmen.

Fazit: Unabhängig davon, ob ein Datenschutzbeauftragter bestellt werden muss oder nicht, ist man auf jeden Fall verpflichtet, die Datenschutzgesetze zu beachten. Falls man dies bewusst nicht tut, setzt man sich automatisch einem hohen unternehmerischen Risiko aus, welches sich existenzgefährdend auswirken könnte. Abhilfe können hier zum Teil schon kleinere Maßnahmen schaffen, wie z.B. Mitarbeiterunterweisungen, bzw. -unterlagen, die dazu verpflichten, die Datenschutzvorgaben des Unternehmens zu beachten.
Strafen - praktische Beispiele

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